Hoher Blutdruck? Die Antwort könnte im Schlaf liegen
Bluthochdruck beginnt oft im Schlaf
Bluthochdruck gilt als Volkskrankheit – rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen. Meist denken wir bei der Ursache an Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel oder eine salzreiche Ernährung. Doch was viele nicht wissen: Hinter dauerhaft erhöhten Werten steckt bei vielen Menschen eine bislang unerkannte Ursache, die sich im Schlaf verbirgt – die obstruktive Schlafapnoe.
Blutdruck verstehen – im Schlaf
Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es nachts immer wieder zu Atemaussetzern. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, der Körper schüttet Stresshormone aus – und der Blutdruck bleibt hoch, statt wie eigentlich vorgesehen in der Nacht abzusinken. Die Folgen sind nicht nur unruhige Nächte, sondern auch ein dauerhaft belastetes Herz-Kreislauf-System.
Die gute Nachricht: Das persönliche Risiko auf Schlafapnoe lässt sich ganz einfach und bequem zu Hause prüfen - mit der Snorefox App, die wir unseren Versicherten kostenfrei zur Verfügung stellen. Smartphone neben das Bett legen, App starten – fertig.
Warum das so wichtig ist? Weil Blutdruck-Medikamente allein oft nicht ausreichen, wenn die eigentliche Ursache im Schlaf verborgen liegt. Wird die Schlafapnoe rechtzeitig erkannt, kann die Therapie in vielen Fällen den Blutdruck nachhaltig verbessern und das Herz entlasten.
Interview mit Dr. med. Winfried Hohenhorst, Schlafmediziner und Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid, Essen
Herr Dr. Hohenhorst, was ist eine Schlafapnoe?
Bei der obstruktiven Schlafapnoe verengen sich die Atemwege im Schlaf so stark, dass die Atmung immer wieder nur eingeschränkt möglich ist oder ganz aussetzt. Dadurch sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, was den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Die Folge sind wiederholte kurze Weckreaktionen, die verhindern, dass der Schlaf erholsam ist.
Wie beeinflusst eine Schlafapnoe den Blutdruck im Körper?
Normalerweise sinkt der Blutdruck im Schlaf – der Fachbegriff dafür ist „Dipping“. Bei einer Schlafapnoe bleibt diese natürliche Senkung des Blutdrucks jedoch aus: Durch wiederholte Stressreaktionen – verursacht unter anderem durch den Sauerstoffmangel – bleibt der Blutdruck nachts hoch, teils sogar höher als am Tag. Das ist nicht nur schlecht für die Schlafqualität, sondern kann langfristig Folgen für das Herz-Kreislauf-System haben.
Wann lohnt sich bei Bluthochdruck der Blick auf den Schlaf?
Der Blick auf den Schlaf lohnt sich eigentlich immer. Wer Bluthochdruck hat und zusätzlich schlecht schläft, hat einen weiteren Faktor, der den Blutdruck hochtreibt – unabhängig von der Grundursache. Besonders bei der sogenannten „essenziellen“ Hypertonie, also wenn keine eindeutige Ursache für den Bluthochdruck erkennbar ist, steckt häufig eine Schlafapnoe dahinter.
Was kann passieren, wenn Schlafapnoe trotz Bluthochdruck unerkannt bleibt?
Sauerstoffmangel, Stressreaktionen und der erhöhte Blutdruck verändern das Herz-Kreislauf-System: Gefäße werden starrer, Herzrhythmusstörungen treten häufiger auf und das Schlaganfallrisiko steigt. Oft bleibt die Schlafapnoe lange Zeit unentdeckt, weil Schnarchen – was häufig mit einer Schlafapnoe einhergeht – als „normal“ angesehen wird. So wird eine wesentliche Ursache des Bluthochdrucks oft jahrelang übersehen und kann das Herz-Kreislauf-System belasten.
Wie ist der typische Weg bei Bluthochdruck?
Meist führt der erste Weg wegen Bluthochdruck zum Hausarzt. Viele Betroffene nehmen dann jahrelang Medikamente, oft, ohne dass der Schlaf berücksichtigt wird. Häufig sind es Partnerinnen oder Partner, die wegen des lauten Schnarchens auf das Thema aufmerksam machen. Bei genauerer Anamnese zeigt sich dann häufig: Bluthochdruck seit Jahren, Medikamente seit Jahren – aber der Schlaf wurde bisher nicht untersucht.
Wie kann die App Snorefox helfen?
Snorefox Medical kann gerade für Menschen mit Bluthochdruck, insbesondere ohne erkennbare Ursache, sehr hilfreich sein. Oft steckt nämlich eine Schlafapnoe dahinter. Mit der App lässt sich zu Hause – ganz unkompliziert und sogar über mehrere Nächte – per Audioanalyse messen, ob und wie stark die Atmung gestört ist. Mit diesen Ergebnissen kann man anschließend gezielt das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin suchen.
Wie wirkt sich die Behandlung der Schlafapnoe auf den Blutdruck aus?
Das Ziel der Therapie ist es, Atemaussetzer zu verhindern – etwa mit einer Atemmaske (CPAP) oder einer Zahnschiene. In manchen Fällen können auch operative Eingriffe helfen. Wenn es gelingt, die Atemaussetzer deutlich zu verringern, verschwinden auch die nächtlichen Blutdruckspitzen. Der Blutdruck folgt dann wieder seinem natürlichen Rhythmus und sinkt nachts ab. Das entlastet Herz und Gefäße langfristig deutlich. Oft zeigt sich eine erfolgreiche Behandlung auch daran, dass weniger Blutdruck-Medikamente benötigt werden.
Was raten Sie Menschen mit Bluthochdruck ganz konkret als nächsten Schritt?
Sind die gängigen Ursachen für Bluthochdruck beim Hausarzt ausgeschlossen bzw. geklärt, sollte immer auch an eine mögliche Schlafapnoe gedacht werden, bevor weitere Medikamente ins Spiel kommen. Der einfachste Weg ist die Messung zu Hause mit der Snorefox App. Das kann der entscheidende erste Schritt zu einer gezielten und wirksamen Behandlung sein – von der nicht nur der Schlaf, sondern auch der Blutdruck profitieren kann.
Dr. med. Winfried Hohenhorst
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Veröffentlicht: 19.12.2025 - Aktualisiert: 23.12.2025